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AGB Reisevermittler

Allgemeine Vermittlungsbedingungen der weekengo GmbH

1. ANWENDUNGSBEREICH

Die nachfolgenden Allgemeinen Vermittlungsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen der weekengo GmbH, Burghofstr. 40, 40223 Düsseldorf (nachfolgend "Reisevermittler") und seinen Kunden (nachfolgend "Reisende"). Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 675, 631 ff. BGB, die auf den zustande kommenden Reisevermittlungsvertrag Anwendung finden, und füllen diese aus.

Der Reisevermittler weist den Reisenden ausdrücklich darauf hin, dass Reiseverträge nicht mit dem Reisevermittler, sondern ausschließlich mit dem jeweils angegebenen Reiseveranstalter oder Leistungsträger (z.B. Hotel, Mietwagenanbieter, Fluggesellschaft) (nachfolgend insgesamt "Leistungserbringer") unter Berücksichtigung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, allgemeinen Beförderungsbedingungen und/oder sonstigen Tarifbestimmungen/Bedingungen (nachfolgend "Vertragsbedingungen") des jeweiligen Leistungserbringers zustande kommen.

Der Reisevermittler vermittelt über seine Website und seine App Pauschalreisen, verbundene Reiseleistungen und Einzelleistungen die von verschiedenen Leistungserbringern angeboten werden. Zwischen dem Reisevermittler und dem Reisenden kommt lediglich ein Reisevermittlungsvertrag zustande. Gegenstand dieses Reisevermittlungsvertrages ist die Vermittlung von Pauschalreisen, verbundenen Reiseleistungen oder einzelnen Reiseleistungen (nachfolgend insgesamt "Reiseleistungen"). Daher gelten die nachfolgenden Bedingungen ausschließlich für die Vermittlungstätigkeit des Reisevermittlers und haben keinerlei Einfluss auf die Bedingungen, zu denen die vermittelten Reiseleistungen erbracht werden. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Leistungserbringers werden vor der Reisebuchung angezeigt und müssen durch den Reisenden explizit bestätigt werden.

2. HAUPTVERTRAG

2.1 Der Hauptvertrag (insb. Reisevertrag) kommt direkt zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter zustande. Auf ihn finden die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen (insb. die §§ 651a ff. BGB) sowie die jeweiligen Vertragsbedingungen des Reiseveranstalters Anwendung. Der Reisevermittler ermöglicht dem Reisenden vor Abschluss der Buchung die Kenntnisnahme der jeweils anwendbaren Vertragsbedingungen. Dem Reisenden wird empfohlen, sich diese Bedingungen sorgfältig durchzulesen, da sich hieraus wichtige, vertragsrelevante Informationen (z.B. Zahlungs-, Umbuchungs-, Rücktrittsbedingungen, Haftungsregelungen usw.) ergeben.

2.2 Der Leistungserbringer wird dem Reisevermittler vor jeder Buchung sämtliche erforderlichen Informationen für den Reisenden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zur Verfügung zu stellen. Die Angaben des Reisevermittlers zu vermittelten Reiseleistungen basieren auf den Angaben des jeweiligen Leistungserbringers. Eine Einschränkung der Pflichten des Reisevermittlers aus dem mit dem Reisenden bestehenden Reisevermittlungsvertrag ist damit nicht verbunden.

2.3 Vor dem Abschluss der Buchung werden dem Reisenden zusätzlich je nach Reiseart alle gesetzlich erforderlichen Informationen, insbesondere das entsprechende Formblatt zur Information des Reisenden sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Leistungserbringers zur Kenntnisnahme angezeigt. Die gesetzlichen Informationen, insbesondere das Formblatt, müssen vom Reisenden vor Angebotsabgabe zur Kenntnis genommen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert werden. Die Vertragsbedingungen des jeweiligen Reiseveranstalters werden insofern wirksamer Bestandteil des zu schließenden Hauptvertrages über die Reiseleistungen.

3. VERMITTLUNGSVERTRAG

3.1 Die Angebotsabgabe durch den Kunden erfolgt durch die Eingabe der erforderlichen Daten innerhalb des Buchungsformulars auf der Website oder in der App des Reisevermittlers und den Abschluss der Buchung durch Absendung an den jeweiligen Leistungserbringer. Der Vertragsabschluss kommt durch eine Annahmeerklärung zustande und bedarf keiner bestimmten Form. Eine Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme des Vermittlungsauftrags dar.

3.2 Nach der Abgabe des Buchungsauftrages ist der Reisende entsprechend der Vertragsbestimmungen des Leistungserbringers an sein Vertragsangebot gebunden. Innerhalb dieses Zeitraumes erklärt der jeweilige Leistungserbringer entweder die Annahme des auf den Abschluss eines Vertrages gerichteten Angebots oder übermittelt dem Reisenden ein neues Vertragsangebot, welches dieser innerhalb der darin bestimmten Frist annehmen kann. Ein entsprechender Vertrag über die Reiseleistung kommt erst bei Übermittlung einer Buchungs- / Reisebestätigung durch den Leistungserbringer oder Annahme des von dem jeweiligen Leistungserbringer übersandten neuen Angebots durch den Reisenden zu Stande.

3.3 Durch den Abschluss des Vermittlungsvertrages und die Vermittlung von Reiseleistungen wird kein Reisevertrag mit dem Reisevermittler begründet. Die vertraglich geschuldete Vermittlungsleistung des Reisevermittlers umfasst lediglich die ordnungsgemäße Vermittlung eines Vertrages zwischen dem Reisenden und dem ausgewählten Leistungserbringer über die gebuchten Reiseleistungen. Erklärt der Leistungserbringer, dass er die Reiseanmeldung nicht annehmen kann, besteht keinerlei Schadenersatzanspruch des Reisenden gegen den Reisevermittler.

3.4 Nach Vereinbarung ist der Reisevermittler berechtigt, vom Reisenden für seine Vermittlungsleistungen eine gesonderte Vergütung zu verlangen. Das entsprechende Entgelt wird in diesem Fall im Rahmen der jeweiligen Buchung gesondert ausgewiesen.

3.5 Sofern besondere Wünsche im Rahmen der Buchung vom Reisenden gegenüber dem Reisevermittler geäußert werden und diese nicht Bestandteil der Leistungsbeschreibung des Leistungserbringers sind, gibt der Reisevermittler keine Zusicherungen ab und übernimmt keine Haftung. Es handelt sich ausschließlich um eine unverbindliche Anfrage, durch die eine gebuchte Leistung nicht erweitert oder verändert wird.

4. AUSFÜHRENDES LUFTFAHRTUNTERNEHMEN

Der Reisevermittler ist nach der EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet, den Reisenden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Reisevermittler verpflichtet, dem Reisenden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug bzw. die Flüge durchführen wird bzw. werden. Sobald der Reisevermittler weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss er den Reisenden informieren. Wechselt die dem Reisenden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der Reisevermittler den Reisenden über den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Reisende so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. Das Luftfahrtunternehmen oder gegebenenfalls der Reiseveranstalter sorgen dafür, dass der betreffende Vertragspartner für die Beförderung im Luftverkehr über die Identität der oder des Luftfahrtunternehmen(s) unterrichtet wird, sobald diese Identität feststeht, insbesondere im Falle eines Wechsels des Luftfahrtunternehmens. Sofern der Reisevermittler über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens nicht unterrichtet wurde und er sich über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens bei Anwendung der allgemeinen Sorgfaltspflicht auch keine Kenntnis verschaffen konnte, besteht keine Informationspflicht. Die Liste der Fluggesellschaften mit EU-Betriebsverbot ist auf folgender Internetseite abrufbar: http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/index de.htm

5. ZAHLUNG

Die Zahlungsmodalitäten richten sich nach den jeweiligen Vertragsbestimmungen des Leistungserbringers der gebuchten Reiseleistung. Nähere Informationen, auch zu den angebotenen Zahlungsarten, sind je nach Reiseart den Angaben in der vorvertraglichen Unterrichtung und/oder der Bestätigung (insb. bei Buchung einer Pauschalreise) und/oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entnehmen.

6. REISEUNTERLAGEN

Nach Vertragsabschluss und - insbesondere bei Buchung einer Pauschalreise - nach vollständiger Bezahlung des Reisepreises werden dem Reisenden die Reiseunterlagen (z.B. Bahnfahrkarten, Flugtickets in Papierform oder als E-Tickets, Hotel-Voucher sowie sonstige Unterlagen für touristische Leistungen) direkt vom Leistungserbringer in der Regel per E-Mail übersandt. Bei kurzfristigen Buchungen kann je nach Leistungserbringer auch eine Hinterlegung am Flughafenschalter erfolgen. Weitergehende Informationen zu den möglichen Formen der Zustellung ergeben sich aus den jeweils anwendbaren Vertragsbedingungen des Leistungserbringers.

Dem Reisenden wird empfohlen, die Reisebestätigung und die Reiseunterlagen umgehend nach Erhalt auf deren Richtigkeit hin zu überprüfen. Bei Vorliegen von Abweichungen sollten diese unverzüglich gegenüber dem jeweiligen Leistungserbringer angezeigt werden.

7. RÜCKTRITT, UMBUCHUNG, ERSATZPERSONEN

Nach Vertragsabschluss mit dem Leistungserbringer und vor Reisebeginn ist der Reisende jederzeit zum Rücktritt vom Reisevertrag berechtigt. Darüber hinaus ist er berechtigt, einen Ersatzreisenden zu benennen. Die Voraussetzungen für vom Reisenden veranlasste oder gewünschte Vertragsänderungen (z.B. Benennung eines Ersatzreisenden oder Rücktritt) oder die Frage der Möglichkeit darüber hinausgehender Vertragsänderungen richten sich dabei ausschließlich nach den Vertragsbedingungen des jeweiligen Leistungserbringers. Vom Reisenden gewünschte Vertragsänderungen müssen jeweils direkt an den Leistungserbringer der Reiseleistung übermittelt werden. Möglicherweise durch die Vertragsänderung entstehende zusätzliche Kosten richten sich ebenfalls nach den Vertragsbedingungen des jeweiligen Leistungserbringers und sind vom Reisenden an diesen zu entrichten.

8. PASS- UND VISUMERFORDERNISSE SOWIE GESUNDHEITSBESTIMMUNGEN

Der Reisevermittler informiert den Reisenden im Rahmen seiner gesetzlichen Verpflichtungen bei Buchung einer Pauschalreise über allgemeine Pass- und Visumerfordernisse des Bestimmungslandes, einschließlich der ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie über gesundheitspolizeiliche Formalitäten.

Der Reisende ist selbst für die Einhaltung der Pass- und Visumserfordernisse sowie der gesundheitspolizeilichen Formalitäten des Bestimmungslandes sowie für die rechtzeitige Beantragung und Beschaffung etwaig notwendiger Dokumente verantwortlich. Sämtliche Nachteile, die aus der Nichtbefolgung der Vorschriften entstehen, gehen zu Lasten des Reisenden, es sei denn die Nichtbefolgung ist durch ein Verschulden des Reisevermittlers bedingt.

9. REISEVERSICHERUNG

Eine Reiseversicherung ist nicht im Reisepreis enthalten. Der Reisevermittler empfiehlt allen Reiseteilnehmern den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit. Eine weitergehende Verpflichtung zur Information oder Beratung durch den Reisevermittler über weitere Versicherungsmöglichkeiten oder zu Versicherungsbedingungen besteht nicht.

10. GEWÄHRLEISTUNG UND HAFTUNG

Der Reisevermittler haftet weder für die Annahme der ordnungsgemäß weitergeleiteten Buchungsanfragen durch die jeweiligen Leistungserbringer und damit für das Zustandekommen der Reiseverträge noch für die ordnungsgemäße Erbringung der vermittelten Reiseleistungen.

Eine etwaige eigene Haftung des Reisevermittlers aus der schuldhaften Verletzung der Vermittlerpflichten bleibt von den vorstehenden Bestimmungen unberührt. Der Reisevermittler haftet insbesondere für Schäden des Reisenden, die diesem durch einen technischen Fehler im Buchungssystem des Reisevermittlers entstehen, es sei denn der Reisevermittler hat den technischen Fehler nicht zu vertreten. Darüber hinaus haftet der Reisevermittler dem Reisenden für Schäden, die der Reisevermittler durch einen Fehler während des Buchungsvorganges verursacht hat, es sei denn, der Fehler ist vom Reisenden verschuldet oder wurde durch unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände verursacht. 

Die Haftung als Reisevermittler für Nichtkörperschäden ist auf den dreifachen Preis der vermittelten Leistung beschränkt, es sei denn, der Reisevermittler hat den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt. 

11. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

11.1 Rechtswahl und Gerichtsstand

Der Reisevermittlungsvertrag unterliegt deutschem Recht. Bei Streitigkeiten kann der Reisevermittler nur an seinem Sitz verklagt werden. Für Klagen des Reisevermittlers gegen den Reisenden/Anmelder ist dessen Wohnsitz maßgebend, es sei denn, die Klage des Reisevermittlers richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen ohne allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland oder Personen, die nach Abschluss des Vermittlungsvertrags ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung unbekannt ist. In all diesen Fällen ist der Sitz des Reisevermittlers maßgebend.

11.2 Salvatorische Klausel

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieser allgemeinen Vermittlungsbedingungen, hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit anderer Bestimmungen. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des abgeschlossenen Vermittlungsvertrages hat nicht die Unwirksamkeit des vermittelten Vertrages zur Folge. Ebenso führt die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des vermittelten Vertrages nicht zu einer Unwirksamkeit des mit dem Reisevermittler abgeschlossenen Vermittlungsvertrages.

11.3 Alternative Streitbeilegung

Der Reisevermittler ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren (Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO und § 36 VSBG unter www.ec.europa.eu/consumers/odr) vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Der Reisevermittler behält sich eine Teilnahme lediglich für den Einzelfall vor.

Reisevermittler: weekengo GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Tobias Boese, Burghofstr. 40, 40223 Düsseldorf, E-Mail: info@weekend.com, Fax: +49 211-97532769

Stand: August 2018