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Florenz, Italien

Traditioneller Schatz der Toskana

Florenz ist magisch: Einerseits klein genug, um die perfekte Spazierstadt zu sein, andererseits beherbergt sie doch rund ein Drittel sämtlicher Kunstschätze Italiens. Romantisch in der mediterranen Toskana gelegen, versprüht die Stadt Genuss und Gelassenheit. Durch jede historische Seitengasse weht moderner Wind, der herrlich mit den prächtigen Renaissance-Bauten harmoniert. Eure Städtereise nach Florenz entführt euch in ein modernes Leben, das ganz ohne Wolkenkratzer funktioniert und stattdessen mit Tradition begeistert.

Wochenende Florenz

10 Tipps für ein feuriges Wochenende unter der Sonne der Toskana:

1. Verbindung Flughafen - Innenstadt 

Wenn ihr auf dem Flughafen Florenz „Amerigo Vespucci“ ankommt, seid ihr nur 5,5 km vom Stadtzentrum entfernt. Da lohnt es sich kaum, auf den Bus zu warten. Folgt einfach den Schildern zum nächsten Taxi – in ca. 15-20 min seid ihr dann an eurem Hotel angekommen. Das spart Zeit und Nerven und kostet euch je nach Uhrzeit 22 bis 25 €.

 

2. Fortbewegung in der Stadt: Bus oder zu Fuß?

Florenz hat es sich leicht gemacht: Es fahren viele Busse, aber bisher nur eine einzige Straßenbahnlinie. Der Betreiber ist die ATAF  – der Name wird euch überall dort über den Weg laufen, wo ihr Tickets kaufen könnt (z.B. in Tabakläden, am Kiosk oder in Bars). Ein Einzelticket kostet 1,20 € und ist 90 min gültig. Das lohnt sich am meisten für längere Strecken. Florenz-Erkundungstouren solltet ihr definitiv zu Fuß machen – dabei überholt ihr den Bus manchmal sogar noch. Die Stadt ist kompakt und verwinkelt, die Busse zur Rush Hour total überfüllt.

Tipp: eher früh oder später am Abend fahren. Einen digitalen Buslinienplan findet ihr hier.

3. Erschließen der Stadt: Piazzi, Palazzi und Ponti

Florenz ist eine sehr dankbare Spazier-Stadt. Für einen ersten Eindruck startet ihr am besten an der Piazza della Signoria, dem wichtigsten Platz in Florenz. Am Palazzo Vecchio vorbei könnt ihr quasi geradeaus zur ältesten Brücke der Stadt gehen, der berühmten Ponte Vecchio, und über den Arno spazieren, bis ihr den Palazzo Pitti mit dem grandiosen Garten Giardino di Boboli erreicht. Dort biegt ihr rechts ab und dreht eine kleine Runde, sodass ihr über die Ponte Santa Trinita zurück in die Altstadt kommt. Dort seid ihr dann mitten in einem sehr beliebten Shopping-Viertel.

Tipp: Ein Stadtplan hilft sehr, wenn ihr zu Fuß unterwegs seid. Und hilft euch besonders, die Galleria dell’Accademia zu finden, wenn ihr die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte betrachten wollt, den David von Michelangelo im Original.

 

4. Ausblick: Florenz zu euren Füßen

Es gibt keinen besseren Aussichtspunkt auf Florenz als den berühmten Piazzale Michelangelo. Auch wenn ihr das Panorama mit einigen anderen Touristen teilen müsst – das ist es wert. Von der Innenstadt ist der Hügel ca. 15 min Fußmarsch entfernt, es geht kurz bergauf und ihr müsst einige Treppenstufen erklimmen, aber der Ausblick auf die Altstadt von Florenz entschädigt für alles. Den Platz schmücken außerdem einige Bronzekopien von Michelangelos berühmtesten Werken, da fühlt ihr euch auch ein bisschen wie im Freiluft-Museum.

Tipp: Nehmt euch etwas zu trinken und ein paar Snacks mit, so könnt ihr oben auf der Treppe mit Oliven und Wein ganz gemütlich picknicken, während ihr auf den Sonnenuntergang wartet.

5. Ausgehen: Jeder Tag ist ein guter Tag zum Feiern

Florenz ist eine der beliebtesten Städte für Auslandssemester – dementsprechend viele Studenten sind hier unterwegs, vor allem nachts. Die meisten Clubs haben die ganze Woche lang geöffnet, weil immer etwas los ist. Im Space Club könnt ihr jeden Abend bis Mitternacht beim Karaoke mitsingen und euch nachher im Stroboskoplicht die Füße wund tanzen. Etwas gemütlicher ist es in der Bar „The Old Stove“. Hier kann man in lustiger Runde gute Cocktails trinken. Fußballspiele werden ebenfalls gezeigt, und die Italiener sind bekanntlich sehr laute und leidenschaftliche Fans.

 

6. Kulinarische Besonderheiten: Mediterran genießen

Ein geschmacklicher Bummel durch die toskanische Küche lohnt sich allemal. Leider reicht eine Kurzreise nach Florenz kaum aus um sich durchzuprobieren, aber ihr solltet es zumindest versuchen! Ein großartiges Dinner könnt ihr z.B. in der Trattoria 4 Leoni genießen. Besonders draußen auf der Terrasse sitzt ihr wie auf einem kleinen Dorfplatz und könnt beim Essen das heitere florentinische Treiben beobachten. Die Fiocchetti pera (Pasta mit Birne) sind ein hochgelobter Geheimtipp. Die Fleischliebhaber gönnen sich dort eher ein klassisches Bistecca alla Fiorentina (gegrilltes Rindersteak). Die allgemein bekannten Cantucci-Kekse sind übrigens auch typisch für Florenz und eignen sich super als Mitbringsel aus dem Supermarkt.

7. Sehenswürdigkeiten: Ach du lieber Gott!

Euch wird auffallen, dass in Florenz auf einer vergleichsweise geringen Fläche besonders viele Kirchen stehen. Die Kathedrale Santa Maria del Fiore, auch „Duomo“ genannt, ist die berühmteste aller Kirchen der Stadt. Alleine von außen ist das Renaissance-Bauwerk absolut überwältigend. Tipp: Stellt euch nur dann in die Schlange, wenn sie nicht allzu lang ist. Für das Innere lohnt es sich nicht, eine Stunde lang zu warten. Stattdessen solltet ihr unbedingt noch die Basilica di San Lorenzo besuchen und dort die Medici-Kapellen anschauen. Die Fürstenkapelle beeindruckt nachhaltig, denn der ganze Raum ist mit Marmor und Halbedelsteinen verkleidet. Da werden auch Atheisten nicht weggucken. Und Tickets könnt ihr euch für 7 € vorher online sichern und müsst dann gar nicht anstehen.

 

8. Dos & Don´ts: Dolce Vita – aber richtig

Das italienische Lebensgefühl Dolce Vita einzufangen ist gar nicht so leicht, wenn man nur ein Wochenende da ist. Deshalb: entspannt euch! Versucht nicht, alles zu sehen und alles zu unternehmen, was es zu sehen und zu unternehmen gibt, sonst droht euch eine Art „Kunst-Überdosis“. Genießt die Stadt, schaut euch um, hetzt nicht herum. Tragt keine High Heels, denn die unebenen Kopfsteinpflasterwege haben es in sich. Steht früh auf und geht spät ins Bett – Florenz ist am Morgen und in der Nacht am schönsten. Gegen ein Nickerchen am Mittag spricht aber nichts. Und lasst euch keine Touristen-Ausflüge aufschwatzen. Diese Stadt ist kompakt genug, dass ihr alleine alles erkunden könnt.

9. Rätselhaft: Die einzig wahren Florentiner...

... sind die Einwohner von Florenz. Die in Deutschland so bekannten Kekse bzw. das Gebäck haben überhaupt nichts mit Italien zu tun, hier kennt sie niemand. Wenn ihr euch für das Leben der Florentiner abseits des Touristen-Trubels interessiert, ist der Stadtteil Oltrarno eure Adresse. Auf der linken Seite des Arno wohnen seit jeher die Handwerker und Künstler. Je weiter ihr geht, desto häuslicher und traditioneller wird die Gegend. Sicherlich werdet ihr der ein oder anderen kleinen Werkstatt begegnen. Den Abend könnt ihr im WeinlokalOlio & Convivum“ bei einem lokalen Wein perfekt ausklingen lassen.

 

10. Tipps fürs Wochenende: Flohmarkt-Florenz

Klar, die wahren Schätze entdeckt man abseits der Shopping-Straßen. Florenz bietet eine große Auswahl an Märkten, über die ihr schlendern könnt. An der Piazza dei Ciompi findet jeden Tag ein Flohmarkt statt. Von antiken Möbeln über alte Münzen, Bücher und Schmuck gibt es hier alles – ihr müsst euch aber Zeit nehmen, um euch durch die ganzen Staubfänger zu kramen. Außerdem solltet ihr den Mercato Centrale im historischen Zentrum der Stadt besuchen. Das ist ein schöner Indoor-Markt mit einer Menge lokaler kulinarischer Spezialitäten. Unter anderem könnt ihr tolle Gewürze kaufen. Der Weg dorthin führt euch über den Markt von San Lorenzo – hier geht es eher touristisch zu und her. Lasst euch nicht zu etwas überreden, was ihr eigentlich gar nicht braucht.

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