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Istanbul, Türkei

Schmelztiegel der Kontinente und Kulturen

Ein bisschen Asien, ein bisschen Europa: Istanbul ist die Definition von international. Die türkische Metropole vereint zwei Kontinente, zahlreiche Kulturen und Völker auf die charmanteste Art und Weise. Unweit der weltberühmten Moscheen gibt es enge Gässchen und kleine lokale Kneipen zu entdecken, orientalische Gerüche begleiten euch überallhin und regelmäßig werdet ihr vom Gebetsruf daran erinnert, dass Tradition und Religion hier genauso wichtig sind wie die Moderne. All diese Dinge sind in Istanbul keine Gegensätze, sondern machen den Charme dieser Stadt eben aus. Lasst euch mitreißen vom 1001-Nacht-Flair, dann wird euer Istanbul-Kurztrip zu einem märchenhaften Erlebnis.

Wochenende Istanbul

10 Tipps für ein zauberhaft buntes Wochenende in der türkischen Weltstadt:

1. Verbindung Flughafen – Innenstadt

Istanbul hat zwei Flughäfen, den Istanbul Sabiha Gökcen Airport und den Istanbul Atatürk Airport, einen der größten Flughäfen Europas. Er befindet sich im europäischen Teil von Istanbul, ca. 24 km vom Zentrum entfernt. Am bequemsten ist es, wenn ihr einfach in ein Taxi steigt. Für 20-25 € seid ihr dann in einer halben Stunde in der Stadt. Vom Sabiha Gökcen Airport ist der Transfer etwas teurer und kostet 50-60 €.

Tipp: Viele Fahrer sprechen nicht so gut Englisch, deshalb solltet ihr eure gewünschte Adresse immer aufschreiben oder/und auf dem Stadtplan markieren.

 

2. Dos & Don’ts: Euro-Faulheit

„Ach, für einen Wochenendtrip komme ich auch mit Euro und meiner Kreditkarte klar!“ – Das denken sich viele, ist aber leider ein Irrglaube. Die Währung des Landes ist die Türkische Lira (TL). Aufgrund der vielen europäischen Touristen kann man zwar manchmal mit Euro bezahlen, aber da bezahlt ihr oftmals viel mehr als in Lira – ihr seid schließlich „reiche Touristen“. Auf Märkten, in kleinen Lokalen und für Ticket-Automaten ist Bargeld in Lira wichtig. 1 € sind grob gerechnet 4 TL, der Wechselkurs bietet euch also auch mehr Möglichkeiten zum Handeln.

3. Fortbewegung in der Stadt: Bahnen und „Büsse“

Ja, die Namen der Haltestellen in Istanbul klingen ungewohnt. Aber lasst euch nicht verwirren. Eine super Hilfe bietet die Website der Metro Istanbul an. Hier könnt ihr euch alle Liniennetze herunterladen und euch vorher mit dem Verkehrsnetz vertraut machen. Es gibt die S-Bahn, Straßenbahnen, Busse (Büs), am effizientesten ist aber die Metro (U-Bahn). Am Flughafen holt ihr euch am besten gleich die Istanbulkart an der Metro-Station – das ist eine aufladbare Fahrkarte, mit der ihr vergünstigt durch die Stadt kommt. Eine Fahrt mit Umsteigen kostet umgerechnet nur 1 €. Tipp: Ihr könnt die Karte für zwei Personen gleichzeitig verwenden! Das Aufladen geht ganz einfach am Automaten oder an jedem Kiosk an dem „Istanbulkart“ geschrieben steht.

 

4. Erschließen der Stadt: Ein Spaziergang durch Sultanahmet

Viele wichtige Sehenswürdigkeiten liegen im berühmten Altstadtviertel Sultanahmet, das sogar UNESCO Weltkulturerbe ist. Es ist der perfekte Ort für einen Spaziergang, um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Dafür nehmt ihr einfach die Straßenbahn T1 bis zur Haltestelle Sultanahmet und zack – sofort seht ihr das achte Weltwunder vor euch: die Hagia Sophia. An ihr vorbei liegen der Sultan-Ahmet- Brunnen und gleich dahinter der charmante Topkapi-Palast. Von dort sind es keine 15 min bis zur Blauen Moschee. Unterwegs begegnen euch noch der unverkennbare Obelisk und der Deutsche Brunnen. Tipp: Da die Altstadt auf einem Hügel liegt, fällt die Abendsonne besonders schön auf die Gebäude. Versucht, einen Sonnenuntergang abzupassen – das werdet ihr nicht bereuen.

 

5. Sehenswürdigkeiten: Wind, Wasser, Wahrzeichen

Um möglichst viel von Istanbul zu sehen, ist eine Schifffahrt auf dem Bosporus ein Muss. Die offiziellen Touren des Unternehmens Sehir Halari sind die besten. Ihr könnt zwischen kurzer und langer Tour wählen, wobei die längste Tour einen halben Tag dauert und sowohl am europäischen als auch am asiatischen Ufer anlegt. Für umgerechnet nur 6,50 € könnt ihr euch den Wind durch die Haare wehen lassen und ein wundervolles Panorama bewundern: die Altstadt, Galata-Brücke, den Galata-Turm, den Dolmabahçe-Palast, die Ortaköy-Moschee und natürlich die Brücke der Märtyrer des 15. Juli (ehemals Bosporus-Brücke). Tickets gibt’s vor Ort am Schalter direkt am Hafen.

Unbedingt besuchen solltet ihr außerdem das Wahrzeichen von Istanbul: die Blaue Moschee. Die heißt eigentlich Sultan-Ahmed-Moschee – ihren Zweitnamen verdankt sie den blau-weißen Fliesen, die die Kuppeln zieren. Der Eintritt ist frei, aber dafür müsst ihr auch anstehen. Es lohnt sich – das Innere der Moschee und die Stimmung sind einmalig. Aber achtet auf eure Kleidung: Schultern müssen bedeckt und Schuhe ausgezogen werden. Frauen sollen Röcke und Kopftücher tragen – die gibt’s aber auch vor Ort zum Ausleihen.

6. Ausgehen: die Qual der Wahl

Istanbuls Nachtleben ist so bunt wie die Stadt selbst. Wollt ihr euch aufbrezeln und im Club die Nacht durchtanzen? Dann ist der Masquerade Club die richtige Adresse. Einen lockeren, ungezwungenen Abend bei Bier und Wasserpfeife hingegen könnt ihr in der Bar The Happy Hole erleben. Die Barbesitzer sind freundlich und extrem bemüht – echte türkische Gastgeber! Grundsätzlich ist das ganze Sultanahmet-Viertel ein super Ort für entspanntes, lustiges Bar-Hopping, bei dem ihr garantiert neue Freundschaften schließen werdet!

 

7. Ausblick: wo euch Istanbul zu Füßen liegt

Teure Rooftop-Bars braucht ihr in Istanbul nicht zu suchen. Den besten Ausblick gibt es nämlich umsonst. Das ehemalige Warenhaus Büyük Valide Han im Altstadtviertel ist ein totaler Geheimtipp, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Es ist mittlerweile eine halbe Ruine, aber nun wird sein Dach regelmäßig von Touristen besucht. Von dort habt ihr einen unübertroffenen Ausblick auf die ganze Stadt. Ganz leicht zu finden ist die Location aber nicht. Markiert euch auf jeden Fall die Adresse.

Und als Extra-Tipp: Es werden Wachmänner oder andere Arbeiter vor Ort sein. Die führen euch gegen ein kleines Trinkgeld aber sehr gerne nach oben.

8. Tipps fürs Wochenende: Erholung pur im historischen Hamam

Städtereisen sind aber auch anstrengend – ein bisschen Wellness schadet nicht. Die türkischen Hamam-Bäder sind nicht umsonst weltberühmt. Der absolute Hamam-Hit in Istanbul ist das historische Ayasofya Hurrem Sultan Hamami. Es ist eine wunderbare Oase inmitten der Großstadt und ihr werdet euch fühlen wie Sultane, während ihr euch baden und massieren lasst. Massage und Bäder gibt’s ab 40 €, und wenn ihr das Hamam verlasst, werdet ihr das Gefühl haben, zu glänzen und vor Entspannung zu schweben. Auch hier gilt: vorher online einen Termin buchen!

 

9. Kulinarische Besonderheiten: heute mal kein Döner!

Die türkische Küche hat eine lange Geschichte, viele Einflüsse und eine große Tradition. Ja, dazu gehört auch der Döner Kebab, aber den könnt ihr getrost weglassen – es gibt so viel anderes zu probieren! Jahrhunderte alte osmanische Rezepte warten z.B. im Restaurant Matbah auf euch. Hier wird auf gehobenem Niveau gekocht, ein 4-Gänge- Menü kostet umgerechnet 40-50 € pro Person, aber nach einem langen Tag in der Stadt müsst ihr euch auch mal etwas gönnen. Besonders empfehlenswert sind die Böregi und als Nachtisch natürlich Baklava.

Tipp: Folgt dem Restaurant auf seinen Social-Media-Kanälen und schreibt eine Bewertung, dann gibt’s 20 % Rabatt! Und reserviert unbedingt online.

 

10. Rätselhaft: ein echter Istanbuler...

...trinkt bei jeder Gelegenheit „çay“ – das ist der traditionelle türkische Tee in den charakteristischen kleinen Gläschen. Ihr müsst unbedingt über den Großen Basar laufen und zählen, wie oft ihr zu einem Tee eingeladen werdet. So eine Einladung solltet ihr schon mal annehmen. Bei einem Gläschen çay lernt ihr Land und Leute am besten kennen.

Tipp: Tee mit „Lokum“. Das ist der türkische Honig, der statt Zucker dazugegeben wird. Eignet sich auch super als Souvenir!

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